Ein Netz aus Zahlen

Ein Netz aus ZahlenZahlen spielen eine wichtige Rolle in unserem Dasein. Ein fein geknüpftes Netz aus Zahlen liegt über uns und der Welt, in der wir leben.
Eine bestimmte Kombination von Zahlen benennt den Tag unserer Geburt, eine sich jedes Jahr verändernde Zahl gibt unser Alter an. Diese Zahl findet man jedes Jahr aufs neue auf dem Geburtstagskuchen – eine dem neuen Lebensalter entsprechende Anzahl an Kerzen.
Auch die Natur beugt sich bestimmten Zahlen – sich nicht verändernden Zahlen, den Naturkonstanten. Die Erdanziehung beispielsweise ist immer gleichbleibend, und sie wirkt auch auf uns. Wäre sie größer, wäre sie vielleicht zu stark für unsere Körper und unsere Knochen – wir würden zerdrückt. Die Strahlung der Sonne kann man in Zahlen ausdrücken, den Herzschlag eines verliebten Menschen ebenfalls.
Wer hat nicht schon wenigstens einmal versucht, die Sterne zu zählen? Oder wenigstens die Fruchtsaftbärchen in einer Tüte?
Jeder hat bestimmte Glückszahlen, es gibt aber auch Zahlen, denen man nicht über den Weg traut.

Kürzlich erst hatten wir wieder einen Freitag den Dreizehnten. Für viele ist dieser Tag ein Unglückstag. Die Wurzeln zu diesem Glauben liegen in der christlichen Tradition – der Todestag Jesu war ein Freitag, der Apostel, der ihn verraten hat, war Judas Ischariot, der dreizehnte Apostel. Die Angst vor der 13 führt manchmal so weit, dass in Hotels das 13. Stockwerk einfach ausgelassen wird – nach der 12. folgt gleich die 14. Etage.

Eine besondere Zahl ist die Drei. Sie gilt als die heilige oder die göttliche Zahl. In vielen Kulturen betrachtet man den Zyklus des Lebens als Dreiheit: Wachsen, Fruchtbarkeit und Vergehen oder auch Kindheit, Erwachsen sein und Alter.
In China gilt die Drei als die Zahl der Eindeutigkeit – ihr wird der Vorrang vor allen anderen Zahlen gegeben.

Eine weitere Zahl, die besondere Symbolkraft besitzt, ist die Sieben. Wer an diese Zahl denkt, denkt gleichzeitig an Grimms Märchen. Die sieben Zwerge, Siebenmeilenstiefel, die sieben Geißlein.
Auch im christlichen Glauben spielt sie eine große Rolle. Am siebten Tag der Erschaffung der Welt ruhte Gott. Es gibt sieben Todsünden und sieben Sakramente.
Die Stadt Rom wurde auf sieben Hügeln erbaut, und die Griechen sprachen von sieben Weltwundern.
Wir sprechen heute noch vom siebten Sinn und und machen es uns auf Wolke 7 gemütlich, wenn wir glücklich sind. Sollte der Himmel gerade blau und Wolke 7 nicht in Sicht sein, versuchen Sie es mit Moschus-Räucherstäbchen, denn sie duften wie diese Wolke und wie Glück.

Nichts verleiht einer Zahl so viel Symbolik wie die persönliche Bedeutung, die man ihr beimisst. Welche ist Ihre Glückszahl?

Fotoquelle: www.pixelio.de
Fotograf: Karin Schmidt

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