Ein Kartenhaus

Ein KartenhausJeder besitzt wenigstens ein Kartenspiel – Romme, Skat oder Doppelkopf, vielleicht sogar ein Tarot-Blatt.
Damit kann man spielen, natürlich :o) Man kann eine einzelne Karte auch als Lesezeichen benutzen (zum Beispiel das Buch „Feen Elfen Gnom Das große Buch der Naturgeister“), und man kann aus den Karten ein Kartenhaus bauen. Das hat bestimmt jeder schon einmal versucht – Karte für Karte aufeinander gesetzt, die Luft angehalten, gebangt und gehofft und mit schierer Willenskraft versucht, die Karten aufeinander zu halten, bis sie doch wieder in sich zusammenfielen. Dann versucht man es eben noch einmal. Wenn das Kartenhaus schließlich nach unzähligen Versuchen fertiggestellt ist, möchte man vielleicht herausfinden, wer darin wohnt. Ganz oben, im Dachgeschoss sitzt die Herz-Dame, ihr König ist weit von ihr entfernt, dafür befindet sich ihre Freundin in der Nähe, die Pik-Dame. Und was bedeutet die Karo-Acht, die neben der Herz-Dame im Dachgeschoss hockt?

Jede Karte hat eine Bedeutung, die sich in den meisten Fällen intuitiv ergibt.
Die Farbe „Herz“ steht für Liebe und Freundschaft, „Karo“ verweist auf geldliche, weltliche, aber auch häusliche Angelegenheiten, „Pik“ symbolisiert Beruf, Berufung und Karriere, und die Farbe „Kreuz“ zeigt Komplikationen und Verlust an, doch auch unerwartete Ereignisse, die nicht immer schlecht sein müssen.

Der Erbau eines Kartenhauses ist für die meisten die erste Kartenlege-Technik, die ausgeführt wird, ohne es zu ahnen und ohne die Karten genauer zu interpretieren. Aus solch einem Zufall ist vielleicht auch die Tradition entstanden, Spielkarten zu verwenden, um mit ihrer Hilfe die Zukunft vorauszusagen.
Im China des 7. Jahrhunderts wurde der Holztafeldruck entwickelt, der es ermöglichte, Spielkarten herzustellen. Diese blieben aber keine Spielkarten, sondern wurden bald auch als Wahrsagekarten benutzt.
In Europa dauerte es ein wenig länger. Dort kam das Kartenlegen erst im 15. Jahrhundert auf – als Attraktion auf Jahrmärkten, wie Historiker vermuten. Im 18. Jahrhundert machten französische Okkultisten das Kartenlegen salonfähig.

Ein KartenhausZunächst nutzte man nur Spielkarten zum Voraussagen der Zukunft, doch mit der Zeit wurden spezielle Blätter entwickelt, die nur noch einem „Spiel“ dienen sollten: dem Kartenlegen. Das Tarot ist sicherlich vielen ein Begriff, doch neben diesem gibt es unter anderem noch die Zigeuner-, Lenormand-, – oder Mond-Karten. Diese Blätter haben viele Gemeinsamkeiten, besonders, wenn es um die Deutung geht, aber auch Unterschiede – in der Anzahl der Karten oder in der Gestaltung.
Es ist wichtig, ein Blatt zu wählen, das Sie anspricht, Sie sollten sich mit den Karten wohl fühlen und sich in sie hinein versetzen können, nur dann können sich die Karten auch in Sie hinein versetzen.
Sollten Sie noch keine Erfahrung im Kartenlegen besitzen, versuchen Sie es am besten erst einmal mit Skat- oder Romme-Karten. Bauen Sie doch einmal Kartenhaus und sehen nach, wer darin wohnt und in welcher Umgebung.

Die genauen Bedeutungen der einzelnen Rommekarten wird Ihnen einer der nächsten Beiträge näherbringen.

Fotoquelle: www.pixelio.de
Fotograf 1: delater
Fotograf 2: sassi

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